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Die WildkatzeBearbeiten

scheu und geheimnissvoll

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Echte Wildkatzen sehen Hauskatzen zwar auf den ersten Blick ziemlich ähnlich. Doch sie haben ganz besondere Eigenschaften.

Echte Wildkatzen lassen sich zum Beispiel nicht zähmen.Auch wenn sie längere Zeit in Gefangenschaft leben,kann man sie kaum anfassen 

So kannst du Wildkatzen noch von Hauskatzen unterscheiden: • Wildkatzen haben kürzere Beine, • Wildkatzen besitzen einen  kürzeren, dicken Schwanz mit einem stumpfen Ende, der oft dreifach schwarz geringelt ist, • Wildkatzen haben ein gelblich braungraues Fell, verwaschen gestreift mit markanten schwarzen Strichen, • Wildkatzen sind extrem scheu und leben ausschließlich versteckt im Wald.

Ausgewachsen kann die männliche Wildkatze – auch Kuder genannt – von der Schnauze bis zur Schwanzspitze über einen Meter lang und mehr als 6 Kilogramm schwer sein. Das Wildkatzenweibchen ist etwa kleiner und wiegt bis zu 5 Kilogramm.  Wildkatzen und Hauskatzen haben aber auch etwas gemeinsam: Beide sind sehr reinlich. Mehrmals täglich schlecken sie mit der Zunge ihr gesamtes Fell sauber.

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wo leben wildkatzen ?
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In großen, naturbelassene Laub- und Mischwäldern mit entlegenen Lichtungen. Zum Schlafen ziehen sie sich unter dichtes Gebüsch oder Wurzeln, in Erd- und Felshöhlen zurück. 


Ihre Jungen ziehen sie gerne in verlassenen Fuchs- oder Dachsbauten auf. Je nach Nahrungsangebot braucht eine einzelne Wildkatze ein Jagdrevier von 20 bis 5000 Hektar, das ist etwa so groß wie 28 bis 7.000 Fußballfelder aneinander gelegt. Kein Wunder, dass man sie nur selten sieht.

In den bewaldeten Mittelgebirgen Deutschlands leben heute nur noch schätzungsweise 3.000 Wildkatzen – vor allem im Nationalpark Hainich in Thüringen, im Harz, in Rheinland-Pfalz und in der Eifel. Sie sind außerdem in großen, naturnahen Waldgebieten in allen europäischen Ländern heimisch, außer in den skandinavischen Staaten und auf den Inseln Irland und Island.

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Gibt es Wildkatzen-Familien ?=== Ja, aber nur für kurze Zeit. Denn Männchen und Weibchen leben meistens als Einzelgänger, erst zur Paarungszeit zwischen Januar und März kommen sie zusammen. Manche Kuder suchen sich allerdings im Sommer ein zweites und im Herbst ein drittes Mal ein Weibchen. 


Nach etwa 9 Wochen bringt das Katzenweibchen in einem sicheren Versteck 2 bis 4 Junge zur Welt. Sie wiegen jeweils nur  etwa 135 Gramm und öffnen erst nach 10 Tagen die Augen. 

Die Wildkatzenkinder werden meistens allein von der Mutter groß gezogen, die sie etwa 10 Wochen lang säugt. 6 bis 8 Monate nach der Geburt suchen sich die Jungen ein eigenes Revier.

Wildkatzen werden unter guten Lebensbedingungen 12 bis 15 Jahre alt.

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Was fressen Wildkatzen ?Bearbeiten

Vor allem kleine Säugetiere stehen auf der Speisekarte der Wildkatzen. Ihre Hauptnahrung besteht hauptsächlich aus Mäusen. Nur gelegentlich jagen und fressen sie auch Vögel, Kaninchen, Eidechsen, Frösche oder Insekten wie Maikäfer und Heuschrecken. Das hat man herausgefunden, indem man den Mageninhalt von tot aufgefundenen Wildkatzen untersucht hat. Eine ausgewachsene Wildkatze braucht  täglich rund 150 Gramm Nahrung, dafür muss sie etwa 10 Mäuse erbeuten.


Wildkatzen haben kräftige Zähne und vier scharfe, einziehbare sichelförmige Krallen an jeder Pfote, die sie täglich an Baumstämmen schärfen. Ihr Geruchssinn ist besser als der von Hunden. Tief geduckt lauern sie ihrer Beute auf, pirschen sich dann auf leisen Sohlen an, springen in einem überraschenden Satz vorwärts, packen das Opfer mit den Krallen ihrer Vorderpfoten und töten es mit einem Biss in Nacken oder Kehle. Sie jagen meistens in der Dämmerung und in der Nacht. Nur wenn sie sich in einem Revier völlig ungestört fühlen, sind sie auch tagsüber unterwegs.


Wie spürt man schäue Wildkatzen auf ?Bearbeiten

Eben weil sie sehr scheu sind und so versteckt leben, und weil sie aus der Ferne den Hauskatzen so ähnlich sehen, ist es sehr schwierig festzustellen, ob es überhaupt Wildkatzen in einem Waldrevier gibt – und, wenn ja, wie viele. Bearbeiten

Biologen haben sich deshalb etwas Raffiniertes einfallen lassen  – die Lockstockmethode. Sie schlagen dazu einen Holzpflock an einer versteckten Stelle in den weichen Waldboden und besprühen ihn mit Baldrian. Auf den Menschen wirkt dieser Pflanzensaft beruhigend. Katzen aber macht der Geruch dagegen total unruhig – Wildkatzen ebenso wie Hauskatzen. Denn sie denken dann, da ist ein williger Partner in der Nähe.

Vor allem zur Paarungszeit im Frühjahr wirkt der Trick. Die Waldkatzen sind dann besonders sensibel. Der Holzpflock mit Baldrianduft zieht sie magisch an. Sie reiben sich dann wild daran. Dabei bleiben einzelne Haare oder sogar ganze Haarbüschel an dem rauen Holz hängen. Bearbeiten

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